Samstag, 21.01.2012
Schlecker Sauereien
"Ein Unternehmen zu Lasten der Mitarbeiter, der Lieferanten, vor allem aber auf Kosten des Staates zu sanieren, hat nichts mehr mit Marktwirtschaft zu tun", empört sich Trigema-Chef Wolfgang Grupp. Grupp sitzt mit seiner 1200-Mitarbeiter-Firma wie Schlecker auf der Schwäbischen Alb und wettert seit Jahren gegen Unternehmer und Manager, wenn diese lange Zeit viel Geld einstreichen, für Management-Fehler aber dann nicht entsprechend zur Kasse gebeten werden. Das wirft er nun seinem Landsmann Schlecker vor. Dabei wettert Grupp besonders dagegen, dass die Drogeriekette dank der Plan-Insolvenz nun erst einmal drei Monate lang Lohnkosten sparen kann, indem die Bundesarbeitsagentur den Beschäftigten Insolvenzausfallgeld bezahlt, das in etwa dem Arbeitslosengeld entspricht.
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Donnerstag, 22.12.2011
Piratenpartei – keine Alternative - für SozialistInnen und GewerkschafterInnen
Nach dem spektakulären Wahlerfolg der Piratenpartei bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus und dem jüngsten Bundesparteitag fragen sich manche Mitglieder der LINKEN besorgt, ob da eine neue Bewegung entsteht, die uns das Wasser abgräbt.
Eines ist sicher:
Das Berliner Wahlergebnis war eine Protestwahl von links und gegen die etablierte Politik. Rechte Demagogen hatten keine Chance.
zum Artikel von Hans-Gerd Öfinger
Montag, 12.09.2011
Ein Rechenschritt
Freitag, 12.08.2011
Jobcenter Bonn streicht Hochschwangeren alle Leistungen
Trotz ärztlich verordneter Bettruhe sollte sie zur Fallmanagerin
Bonn – Das Jobcenter Bonn hat einer im 7. Monat schwangeren Frau alle Hartz IV-Leistungen gestrichen, weil sie trotz ärztlich verordneter Bettruhe einen Termin bei ihrer Fallmanagerin nicht wahrgenommen hatte. Sie wäre „trotz Belehrung über die Rechtsfolgen der Aufforderung zur Mitwirkung“ nicht nachgekommen, hieß es in dem Schreiben an die junge muslimische Frau. Für das Erwerbslosen Forum Deutschland ist das ein Fall einer groben rechtswidrigen Entscheidung, weshalb die Initiative der werdenden Mutter umgehend einen Rechtsanwalt besorgt hatte. Dieser wird nun eine Eilklage beim Sozialgericht einreichen, da die Bonner Hartz IV-Behörde auf den vorige Woche eingelegten Widerspruch trotz Dringlichkeit und Fristsetzung bis heute nicht angemessen reagiert hat.
Bonn – Das Jobcenter Bonn hat einer im 7. Monat schwangeren Frau alle Hartz IV-Leistungen gestrichen, weil sie trotz ärztlich verordneter Bettruhe einen Termin bei ihrer Fallmanagerin nicht wahrgenommen hatte. Sie wäre „trotz Belehrung über die Rechtsfolgen der Aufforderung zur Mitwirkung“ nicht nachgekommen, hieß es in dem Schreiben an die junge muslimische Frau. Für das Erwerbslosen Forum Deutschland ist das ein Fall einer groben rechtswidrigen Entscheidung, weshalb die Initiative der werdenden Mutter umgehend einen Rechtsanwalt besorgt hatte. Dieser wird nun eine Eilklage beim Sozialgericht einreichen, da die Bonner Hartz IV-Behörde auf den vorige Woche eingelegten Widerspruch trotz Dringlichkeit und Fristsetzung bis heute nicht angemessen reagiert hat.
Freitag, 22.07.2011
Wenn die Freiwilligen nicht freiwillig kommen
Mit Hartz-IV-Empfängern sollen die Lücken beim Bundesfreiwilligendienst aufgefüllt werden
eine sinnvolle Beschäftigung für ein Taschengeld
Deutschland geht es so gut wie lange nicht mehr
Deutschland geht es so gut wie lange nicht mehr. Habt ihr was gemerkt davon? Ich wünsche es euch von Herzen, aber ich denke es entspricht nicht der Wahrheit. Es ist wenige Tage her, da gingen die Meldungen über den Einkommensrückgang der unteren Lohngruppen durch die Medien.
Deutschland geht es so gut wie lange nicht mehr. - Trifft bestimmt zu: auf die Reichen, die immer reicher werden.
Deutschland geht es so gut wie lange nicht mehr. - Trifft bestimmt zu: auf die Reichen, die immer reicher werden.
Dienstag, 19.07.2011
Geringverdiener büßen drastisch an Einkommen ein
Neue Daten zeigen: Die Arbeitnehmer am unteren Ende der Lohnskala verdienen heute ein Fünftel weniger als noch zur Jahrtausendwende – obwohl die Wirtschaft kräftig wuchs.
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Dienstag, 12.07.2011
Überfordert
Die Süddeutsche Zeitung berichtet heute (in der Printausgabe sogar auf Seite 1), etwa die Hälfte aller Hartz-IV-Empfänger ließen sich nicht von der Rundfunkgebührenpflicht befreien. Diese Haushalte zahlen in der Regel die Fernsehgebühr von 17,98 Euro monatlich.
zum Blogeintrag bei der Schneeschmelze
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Mittwoch, 15.06.2011
Schmarotzer, seid gewarnt!
Und wieder mal ne Hatz: Hier steht zu lesen, wie sich (einige) Selbstständige arm rechnen, um die königlich-üppigen Hartz-IV-Bezüge einzustreichen. Natürlich. Man stelle sich vor: Florierendes Unternehmen, florierende freiberufliche Tätigkeit, und der im Artikel angenommene Unternehmerschmarotzer denkt sich: Och, vielleicht kann ich ja noch Hartz IV abgreifen, die Kohle kann ich dann ja zum nächsten Italiener tragen. Oder so.
hier geht's lang
Mittwoch, 25.05.2011
Chancen statt Rotstiftaktionen notwendig
„Rotstiftaktionen zu Lasten der Arbeitslosen sind der falsche Weg“, betonte der Präsident des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes Volkssolidarität Prof. Dr. Gunnar Winkler am Mittwoch. Er kritisierte die geplanten Kürzungen bei arbeitsmarktpolitischen Instrumenten. „Das ist der falsche Kurs, der nicht dazu beiträgt, die Chancen der Arbeitslosen zu verbessern. Zugleich warnen wir vor Überlegungen, die Anspruchsdauer älterer Arbeitsloser auf das Arbeitslosengeld I (ALG I) wieder zu kürzen. Stattdessen müssen reale Perspektiven für Ältere geschaffen werden.“
Sonntag, 08.05.2011
Erzählen von Armut
Vom 5. bis 7. Mai fand an der Universität Göteborg eine Tagung zu “Armut in der Gegenwartsliteratur” statt (Programm unten). Dabei wiesen die Vorträge ein breites Spektrum sowohl an Texten wie auch an methodischen Zugriffen auf. So wurden Texte der Nobelpreisautorin Hertha Müllers ebenso behandelt wie eher die schlichten Romane der “Generation Praktikum”, ging es neben den materiellen auch um Formen geistiger und mentaler Armut. Romane für Jugendliche kamen ebenso in den Blick wie Filme. Sogar Vampire tauchten auf.
Zum Blog Gespenst der Armut
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Samstag, 30.04.2011
Nur Lebenskünstler können von 364 Euro leben
"Nur Lebenskünstler können von 364 Euro leben"
Als Überbrückung ist Hartz IV vertretbar, aber auf lange Sicht ist es menschenunwürdig, sagt BA-Vizepräsident Alt. Im Interview plädiert er für einen Mindestlohn.
zum Artikel der Zeit
Als Überbrückung ist Hartz IV vertretbar, aber auf lange Sicht ist es menschenunwürdig, sagt BA-Vizepräsident Alt. Im Interview plädiert er für einen Mindestlohn.
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Montag, 25.04.2011
Empört Euch! - Stéphane Hessel
„Das Gemeinwohl sollte über dem Interesse des Einzelnen stehen, die gerechte Verteilung des in der Arbeitswelt geschaffenen Wohlstandes über der Macht des Geldes.“
„Man wagt uns zu sagen, der Staat könne die Kosten dieser sozialen Errungenschaften nicht mehr tragen. Aber wie kann heute das Geld fehlen, da doch der Wohlstand so viel größer ist als zur Befreiung, als Europa in Trümmern lag? Doch nur deshalb, weil die Macht des Geldes – die so sehr von der Résistance bekämpft wurde – niemals so groß, so anmaßend, so egoistisch war wie heute, mit Lobbyisten bis in die höchsten Ränge des Staates.“
„Man wagt uns zu sagen, der Staat könne die Kosten dieser sozialen Errungenschaften nicht mehr tragen. Aber wie kann heute das Geld fehlen, da doch der Wohlstand so viel größer ist als zur Befreiung, als Europa in Trümmern lag? Doch nur deshalb, weil die Macht des Geldes – die so sehr von der Résistance bekämpft wurde – niemals so groß, so anmaßend, so egoistisch war wie heute, mit Lobbyisten bis in die höchsten Ränge des Staates.“
Samstag, 23.04.2011
Höhere Mehrwertsteuer
Ja, klar. Hat doch gerade noch gefehlt in der Reihe der Ungerechtigkeiten. Nein, das will die Regierung auf keinen Fall auslassen: die ermäßigte Mehrwertsteuer für Nahrungsmittel soll abgeschafft werden.
Mittwoch, 20.04.2011
Prekäre Arbeitsbedingungen an deutschen Hochschulen
Bis zu 90 Prozent der Wissenschaftler sind befristet beschäftigt: der Soziologe Matthias Neis über die "prekäre Wissenschaft"
Matthias Neis promoviert am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena zum Thema "Prekäre Wissenschaft? Gefährdungspotentiale atypischer Beschäftigung in der Wissenschaft und ihre arbeitspolitische Gestaltbarkeit". Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich Wissenschaftssoziologie und Hochschulforschung. Seit Februar 2010 arbeitet er im Projekt Fairspektive der Gewerkschaft ver.di, das eine Verbesserung der wissenschaftlichen Arbeitswelt an deutschen Hochschulen zum Ziel hat. Telepolis führte mit ihm ein Interview über prekäre Arbeitsbedingungen an deutschen Hochschulen.
zum Artikel von Ulrich Herb bei Telepolis
Matthias Neis promoviert am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena zum Thema "Prekäre Wissenschaft? Gefährdungspotentiale atypischer Beschäftigung in der Wissenschaft und ihre arbeitspolitische Gestaltbarkeit". Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich Wissenschaftssoziologie und Hochschulforschung. Seit Februar 2010 arbeitet er im Projekt Fairspektive der Gewerkschaft ver.di, das eine Verbesserung der wissenschaftlichen Arbeitswelt an deutschen Hochschulen zum Ziel hat. Telepolis führte mit ihm ein Interview über prekäre Arbeitsbedingungen an deutschen Hochschulen.
zum Artikel von Ulrich Herb bei Telepolis